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Re-Opening Reitschule: ein neuer Klassiker für München „Alles neu!“ heißt es mit der Wiedereröffnung der Reitschule am 11. November 2009. Denn dann zeigt die populäre, von den renommierten Gastronomen Uli Springer, Klaus Pfeiffer, Michi Kern und Matthias Scheffel geführte Münchner Institution mit angegliederter Reithalle nach zehn Monate langen, aufwendigen Sanierungsarbeiten erstmals ihr neues Gesicht. Errichtet wurde die Anlage vor gut 80 Jahren von der „Bayerischen Reitschule AG“. Kurz nach der Eröffnung im September 1927 verlieh ihr die Ludwig-Maximilians-Universität den Titel der „Universitätsreitschule München“, die als Schmuckstück der Universität galt. Gelegen in traumhafter Lage am Englischen Garten, unterteilt in Café, Salon, Restaurant, Orangerie, Bar und einen gemütlichen Nischen-Bereich, präsentiert sich die geschmackvoll umgestaltete Traditionsgaststätte auf ca. 400 qm als elegante Schönheit, die modernen Stil mit einem Funken Nostalgie vermischt. Das Ergebnis: Ein extravaganter und einladender Diskurs zwischen klassischen und modernen Elementen. Das Farbspektrum des neuen, harmonischen Interieurs vereint verschiedene Grau-, Braun- und Grüntöne. Hochwertige, natürliche Materialien wie dunkles Holz, luxuriöses Leder und der edle Terrazzo-Boden in Beige und Grün, der sich nahtlos durch alle Räumlichkeiten zieht und auch die Bar- Oberfläche ziert, dominieren in dem bekannten Lokal und schaffen eine angenehme Wohlfühl- Atmosphäre. Verantwortlich für das neue Interieur ist das Münchner Architekturbüro Palais Mai, das dem Restaurant mit seinem Konzept und eigens designtem Mobiliar neue Frische und gleichzeitig zeitlose Eleganz verleiht. Auch der renommierte Designer Stefan Diez entwickelte ein exklusives Stück für die Reitschule und verwandelte das von ihm designte Thonet-Modell durch Verkürzung der Beine in eine stilvolle Lounge- Variante. Der ebenfalls von Stefan Diez gestaltete markante Barhocker greift dank sattelförmiger Sitzfläche und „Schwing-Funktion“ das Thema „Reiten“ auf und fügt sich so perfekt in das Ambiente der Reitschule. Ergänzt wird das Stuhl-Ensemble durch das Muji manufactured by Thonet-Modell. Von Anfang an war klar, dass alle Räume mit Stühlen und Tischen des traditionsreichen Möbelhersteller Thonet bestückt werden sollten; ganz nach dem Motto der umgestalteten Reitschule, die sich als „neuer Klassiker“ zeigt. „Bei der Sanierung und Neugestaltung der Reitschule war es uns besonders wichtig, die Atmosphäre unseres Lokals beizubehalten und dabei doch etwas Neues zu schaffen. Wir wollen die Reitschule fit für die nächsten 15 Jahre machen“, meinen Uli Springer und Klaus Pfeiffer. Das Lichtkonzept der Reitschule wurde von Markus Widmann entworfen, der auf die Entwicklung und Umsetzung von Beleuchtungskonzepten für Firmen, Läden, Hotels und Restaurants spezialisiert ist. Für die atmosphärisch unterschiedlichen Bereiche hat er individuelle Leuchten entworfen. Im großzügigen Café- und Salon-Bereich hat Widmann das Thema des Lusters aus feinsten, handgefertigen Nymphenburger Porzellanscheiben neu interpretiert. Im intimeren Restaurantbereich werden Lithophanien, Reliefdarstellungen aus Porzellan, als Wandleuchten eingesetzt. In plastischer Tiefe geben unterschiedliche Lithophanien Ausblick in die traditionsreiche Münchner Historie (Portrait der Gemahlin Ludwig I.) und beziehen sich mit Landschaftsmotiven und der Jagdgöttin Diana auf die Nähe zum Englischen Garten. Eine festliche Lichtatmosphäre wird in der Orangerie durch mundgeblasene Glasobjekte und großvolumige Kugelleuchten erzeugt, die auf die Form von Dekantern anspielen und den traditionellen Gastronomiebetrieb in neuem Glanz erstrahlen lassen. Das neue Interieur erfreut das Auge, das kulinarische Konzept den Gaumen: Küchenchef Jan Hankel, der ab sofort für Köstlichkeiten erster Klasse sorgen wird, verdiente sich zuletzt durch seine kreative Küche einen der begehrten Michelin-Sterne im Restaurant Windspiel im Schloss Hubertushöhe in der Nähe von Berlin. Zuvor war er als Sous Chef in den Münchner Restaurants Ederer und Schuhbeck´s für das kulinarische Konzept mitverantwortlich. Die Reitschule setzt bei der Zubereitung der Speisen vor allem auf den ursprünglichen Geschmack von heimischen Produkten. Der Fokus der mit Liebe und Leidenschaft zubereiteten Gerichte liegt auf der Unverfälschtheit und Originalität der regionalen Küche, die von Jan Hankel modern interpretiert wird. Die Produkte bezieht die Reitschule von Bauern aus dem Umland; der Fisch stammt aus bayrischen Flüssen, der Nord- oder Ostsee oder aus kontrolliertem Anbau, die Eier sind ausschließlich Bio Eier. Grundsätzlich gilt: Die Speisekarte orientiert sich an dem, was die Jahreszeiten zu bieten haben. Das Ergebnis sind delikate Vorspeisen wie Surhaxer´l im Brickteig (8,90 Euro) oder Rindertafelspitzsülze in der Guglhupfform (10,50 Euro) und schmackhafte Hauptgerichte wie Kalbsrücken mit Bohnenragout und weißer Zwiebel-Süsskartoffellasagne (22,90 Euro) oder gegrillter Zander mit geschmortem Spitzkohl und Muskatkürbisgnocchi (15,90 Euro). Wem der Sinn auch nach Dolci steht, der sollte die hausgemachten Desserts wie die Lavendel Créme Brulée im Bratapfel mit weißem Schokoladeneis oder den Vanille Knödel mit Zwetschgen Röster (beides 6,90 Euro) versuchen. Klassiker wie Boeuf Tartare oder Wiener Schnitzel und Kleinigkeiten wie Hefeteiggebäck mit Blutwurst und Sauerrahm, geröstetes hausgemachtes Natursauerteigbrot mit verschiedenen Aufstrichen oder ein saisonaler Salat werden täglich von 12 Uhr bis 23 Uhr serviert. Die Frühstückskarte bietet Kombinationen von Klassisch, Bayerisch, Fitness oder Rustikal; wochentags bis 12 Uhr, am Wochenende bis 15 Uhr. Passend zum Essensangebot bietet die Getränkekarte neben einer kleinen Cocktail-Auswahl Weine aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien. Ihren Durst können die Gäste außerdem an dem in der Orangerie platzierten, 180 cm hohen Trinkbrunnen stillen, der ebenfalls aus Nymphenburg Terrakotta und grünen und weißen Relieffliesen in reiner Handarbeit gefertigt wurde. Für die Bemalung der Fliesen wurde im Farblabor der Porzellan Manufaktur Nymphenburg eigens ein Grünton entwickelt, der genau auf die Nuance des Marmorbodens in der Reitschule abgestimmt wurde. Bei gutem Wetter laden die beiden, durch den Umbau deutlich vergrößerten Sonnen-Terrassen zum Schlemmen im Freien ein.
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